Kurzfilme als Kommunikations-, Kompensations-, Diskurs- und Inter-/Intramedien. Eine kritische Kurzfilmhermeneutik für den Religionsunterricht
Autor/innen
- Manfred Karsch Autor/in
- Marion Keuchen Autor/in
- Astrid Weber Autor/in
Der Beitrag untersucht Kurzfilme als Kommunikations-, Kompensations- und Diskursmedien im Religionsunterricht und entwickelt eine kritische Kurzfilmhermeneutik. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Kurzfilme im Unterricht häufig inhaltlich verengt und primär als Mittel zur Themenvermittlung genutzt werden. Demgegenüber betonen die Autor:innen die spezifische Ästhetik, Mehrdeutigkeit und mediale Komplexität des Kurzfilms. Zentrale Kategorien sind dabei das Zusammenspiel von „story“ und „discourse“ sowie inter-, intra- und transmediale Bezüge. Kurzfilme eröffnen durch Verdichtung, Leerstellen und offene Enden eigenständige Zugänge zu Sinnfragen und fördern aktive Rezeptionsprozesse. Anhand des Films „YELLOW“ wird gezeigt, wie filmische Gestaltungselemente Bedeutung generieren und gesellschaftlich-religiöse Diskurse anstoßen. Eine kritische Kurzfilmhermeneutik erweitert somit die Filmdidaktik, indem sie das Medium selbst stärker in den Fokus rückt. Ziel ist eine reflektierte, medienkompetente und dialogorientierte Nutzung von Kurzfilmen im Religionsunterricht.
Copyright (c) 2026 Manfred Karsch, Marion Keuchen, Astrid Weber (Autor/in)

Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International.
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